Bootsfahrschule Südpfalz
Ronald Rebholz

Sportbootführerschein-Binnen

Der Sportbootführerschein Binnen wird als amtlicher Führerschein nach den Vorschriften der Sportbootführerscheinverordnung Binnen für Sportboote mit Antriebsmaschine und unter Segel erteilt. Er wird durch die Prüfungskommission eines Prüfungsausschusses für den amtlichen Sportbootführerschein Binnen des DMYV und des DSV nach den Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsinhalten der Sportbootführerscheinverordnung Binnen abgenommen.

Für das Befahren der Binnenschifffahrtsstraßen der Bundesrepublik Deutschland mit einem Sportboot mit Antriebsmaschine von mehr als 11.03 kW (15 PS) Ausgenommen ist hier der Rhein. Hier gilt eine Fahrerlaubnispflicht für Sportboote bereits mit einer Nutzleistung von mehr als 3,68 KW (5 PS). Das fordert die Sportbootführerscheinverordnung Binnen (SportbootFüV-Bin) vom 22.3.1989, zuletzt geändert durch die Verordnung vom 02.10.2012. Für das Befahren der Berliner Gewässer gilt eine umfassendere Fahrerlaubnispflicht. Die Prüfung zum Erwerb des amtlichen Sportbootführerscheines Binnen besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Prüfungsteil. Den Teil C Segeln kann man getrennt erwerben. Der Bewerber hat nachzuweisen, dass er über ausreichende Kenntnisse der für das Führen eines Sportbootes maßgebenden Vorschriften und die zu seiner sicheren Führung auf den Binnenschifffahrtsstraßen erforderlichen nautischen und technischen Kenntnisse verfügt und zu ihrer praktischen Anwendung fähig ist. Der Bewerber muss das 16. Lebensalter vollendet haben, für den Segelteil nur das 14. Jahr.

Außerdem ist auf Gewässern in Berlin und auf verschiedenen angrenzenden Gewässern Brandenburgs der Führerschein Binnen auch für Segelfahrzeuge mit mehr als 3 qm Segelfläche vorgeschrieben.

Die neue Sportbootführerscheinverordnung welche zum 10. Mai 2017 in Kraft getreten ist soll der Sportbootführerschein mit dem Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen zum Befahren von Binnenschifffahrtsstraßen mit Sportbooten unter 20 Metern berechtigen; bisher mussten die Sportboote unter 15 Metern lang sein.

ACHTUNG: Es gibt einige Bootsfahrschulen, die um Ihr Boot auszulasten, Ihre Schüler zuerst den Sportbootführerschein Binnen machen lassen, um dann zum Sportbootführerschein See erneut die praktische Ausbildung in Rechnung stellen zu können. Deshalb: Erst SBF See, dann SBF Binnen. Die Praxis für SBF-See schließt die Praxis SBF-Binnen ein; jedoch nicht umgekehrt.

zur Anmeldung